Die 2026er Auflage des Grevener Karfreitagsturniers ist gleich aus mehreren Gründen besonderes gewesen.
Besonders war die runde Zahl, das Turnier wurde zum 30. Mal angeboten.
Besonders attraktiv waren die Preise, man hatte Geld- und Sachsponsoren geworben.
Besonders war der organisatorische Rahmen, erstmals wurde das Turnier als 3-Serien-Turnier angeboten.
Besonders war sicherlich auch das Einzugsgebiet, das weit über das Kernmünsterland hinausging.
Ob es an diesen Besonderheiten lag oder andere Gründe hat: das Turnier war für die Besucher und Veranstalter auf jeden Fall ein Erfolg. Mit 88 Teilnehmern wurde die Kapazitätsgrenze erreicht, noch mehr Spieler anzunehmen, würde wohl keinen Sinn machen. Die Preisgestaltung war attraktiv, der organisatorische Rahmen passte. Insgesamt wurden fast 1900 EUR an Preisgeldern ausgeschüttet, der Sieger freute sich über 300 EUR. Die Verlängerung der Spielzeit um 10 Minuten je Serie hat sich bewährt, es wurde nicht langsamer gespielt, aber es kam auch kein Zeitstress auf. Auch die vorherige Anmeldung über SkatGuru ist sinnvoll. Die inhaltliche und technische Organisation waren tipp-topp, viel kann man in diesen Bereichen wohl nicht mehr verbessern.
Für die Veranstalter und viele Teilnehmer war es schön, dass es etliche weit gereiste Teilnehmer gab. Mit dem neuen Zuschnitt der Verbandsgruppen und den Staffelzugehörigkeiten verschieben sich auch die Besucherzahlen etwas. Davon profitieren am Ende alle.
Entsprechend Spaß machte der Skat an den Tischen. Das Spiel-Niveau war oft mindestens ansprechend. Spieler aus der 1. und 2. Liga des DSkV, dazu etliche Vertreter aus der 1.Liga der ISPA-Gruppe West machten die Tische stark und sorgten für spannende Partien. Besonders erfreulich war für die Grevener natürlich der Besuch von Franz Korte. Grand-Franz, so sein Künstlername, konnte sich zwar nicht nennenswert platzieren, aber das war wohl auch nicht sehr wichtig. Ein besonderer Dank des Clubs geht auch in diesem Zusammenhang an Michael Hölscher, der seinen eigenen Startplatz für Franz opferte und diesem so die Teilnahme überhaupt ermöglichte.
Man kann natürlich immer noch etwas besser machen. Die Würstchen etwas wärmer, die Luft im Raum etwas kühler – das wäre schon schön. Aber in 2027 können wir daran ja noch arbeiten. Ansonsten gilt der Dank den Besuchern und ihrer guten Laune, dem Vorstand für sein Engagement, Technik und Helfern Dank für die Unterstützung.
Die Gewinner: Im Einzel gewinnt Hartmut Ehmke von den TeutoAssen vor Christian Beck vom SV Wietmarschen und Tom Rickert aus Schwerte. Den Tandemsieg holen sich das Tandem Beck / Topper aus Wietmarschen vor dem Tandem N.Rau/Nagel von den Skatwölfen aus Neuss und dem Tandem Thies / Wilken aus Dorsten.